Für die Studie wurde der aktuelle durchschnittliche deutsche Warenkorb mit einem Warenkorb verglichen, der auf dem PHD basiert. Für einen Zwei-Personen-Haushalt sinken die berechneten wöchentlichen Kosten von 98,36 € auf 73,14 € – eine potenzielle Ersparnis von mehr als 1.300 € pro Jahr.

Die Gesundheitsmodelle im Bericht weisen zudem auf erhebliche Vorteile hin, die sich aus dem vermehrten Verzehr von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse sowie dem reduzierten Verzehr tierischer Eiweißquellen ergeben. Obwohl die Preisanalyse auf Deutschland basiert, ist die Entwicklung von allgemeiner Relevanz: Das PHD ist ein internationales Ernährungsmodell.
Mehr Platz für Obst und Gemüse
Auffällig ist, dass Obst und Gemüse im kostengünstigeren Warenkorb tatsächlich eine viel größere Rolle spielen. Ihr Anteil steigt von rund 14 % auf fast 28 % des Gesamtgewichts des Warenkorbs, während auch die täglichen Ausgaben für Obst und Gemüse zunehmen. Die Gesamtkosten sinken vor allem deshalb, weil weniger für Kategorien wie tierische Eiweißquellen, Milchprodukte sowie Produkte mit hohem Fett-, Salz- und Zuckergehalt ausgegeben wird.

Und was ist, wenn man sich für Bio-Produkte entscheidet?
Die Studie selbst berechnet keinen vollständig biologischen PHD-Warenkorb. Die Zahlen zeigen jedoch etwas Interessantes: Der PHD-Warenkorb im Wert von 73,14 € könnte um 34,5 % teurer werden und würde dennoch in etwa genauso viel kosten wie der derzeitige durchschnittliche Warenkorb von 98,36 €.
Das bedeutet nicht, dass ein vollständig biologischer PHD-Warenkorb automatisch in dasselbe Budget passen würde. Es zeigt jedoch, dass eine Änderung der Ernährungszusammensetzung erheblichen finanziellen Spielraum schafft, um innerhalb desselben Gesamtbudgets für Lebensmittel häufiger auf Bio-Produkte zurückzugreifen.
Was bedeutet das für Supermärkte?
Der Bericht betont, dass die Auswahl von Lebensmitteln nicht allein von den Verbrauchern bestimmt wird. Preis, Verfügbarkeit, Sichtbarkeit, Werbeaktionen und die Platzierung im Laden tragen alle dazu bei, was letztendlich im Einkaufskorb landet.
Supermärkte spielen daher eine wichtige Rolle dabei, gesunde und nachhaltige Entscheidungen zu erleichtern: indem sie Produkte leicht auffindbar und erschwinglich machen, sie in vertraute Einkaufs- und Essgewohnheiten integrieren und Kunden mit einfachen Anregungen und Informationen unterstützen.
Für den Lebensmittelmarkt zeigt die Studie eine klare Entwicklung auf: Mehr pflanzliche Lebensmittel sowie mehr Obst und Gemüse müssen nicht zwangsläufig zu höheren Gesamtausgaben für Lebensmittel führen.
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