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Fairer Import: Eosta pioniert mit existenzsichernden Löhnen

In der Fachzeitschrift Ökologie & Landbau erschien kürzlich ein ausführlicher Artikel über Initiativen rund um existenzsichernde Löhne. Der Journalist Leo Frühschütz interviewte unter anderem unseren Manager für nachhaltige Beschaffung, Gert-Jan Lieffering, über den Ansatz von Eosta.

In der Fachzeitschrift Ökologie & Landbau erschien kürzlich ein ausführlicher Artikel über Initiativen rund um existenzsichernde Löhne. Der Journalist Leo Frühschütz interviewte unter anderem unseren Manager für nachhaltige Beschaffung, Gert-Jan Lieffering, über den Ansatz von Eosta. 

Während große Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und Unilever vor allem Richtlinien für existenzsichernde Einkommen entwickeln, konzentriert sich Eosta seit 2020 auf die praktische Umsetzung in der Bio-Lieferkette. Als erster Frischwarenhändler startete Eosta in Zusammenarbeit mit seinem Partner Fruiteq ein konkretes Projekt für existenzsichernde Löhne mit Mangos aus Burkina Faso. 

 

Vertrauen als Grundlage 

„Man braucht eine Vertrauensbeziehung, bevor man mit einem Lieferanten über die Löhne seiner Mitarbeiter sprechen kann“, sagt Gert-Jan Lieffering. 

Berechnungen ergaben, dass ein existenzsichernder Lohn in Burkina Faso etwa 70 % über dem bestehenden Lohn lag – umgerechnet 10 Cent zusätzlich pro Kilo Mangos. Eosta bot diese Living-Wage-Mangos mit einem Aufschlag neben den regulären Bio-Mangos an. Bio-Läden reagierten positiv, während große Supermarktketten vorsichtiger waren. Letztendlich wurde der Aufpreis auf alle Mangos umgelegt, um den Fonds zu realisieren. 

 

Ein Fonds, der Chancen schafft 

Als die Mitarbeiter entscheiden durften, wie der Aufschlag verwendet werden sollte, entschieden sie sich für einen Mikrokreditfonds anstelle einer Prämie. Damit konnten sie außerhalb der kurzen Mangosaison kleine Unternehmen gründen. Das Ergebnis war bemerkenswert: Viele Saisonarbeiter erzielten ein ausreichendes Einkommen, um im folgenden Jahr selbstständig weiterzumachen. 

 

Ausweitung auf Avocados 

Parallel dazu berechnete Eosta auch den existenzsichernden Lohn für die Mitarbeiter des Partners Mavuno Organics in Kenia. Dort reichten 2 Cent pro Kilo Avocados aus, um die Lücke zu schließen. Das „ ”-Geld fließt in einen Fonds, der die Löhne schrittweise erhöht und Sicherheit bei geringeren Ernten bietet. Außerdem wurden die liefernden Bauern Fairtrade-zertifiziert. 

Der nächste Schritt besteht darin, dieses Modell auf andere Länder auszuweiten, damit Eosta das ganze Jahr über Avocados zum existenzsichernden Lohn anbieten kann. 

 

Lehren aus der Praxis 

Der Artikel zeigt, wie komplex, aber dennoch machbar es ist, die Lohnlücke zu schließen. Während viele Unternehmen noch auf politischer Ebene bleiben, zeigt Eosta, dass Transparenz, Zusammenarbeit und Vertrauen der Schlüssel sind, um echte Veränderungen in der Handelskette zu erreichen. 

Weitere Informationen über die Fachzeitschrift Ökologie & Landbau finden Sie auf der Website

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